KfW und BAFA Förderung 2026: Welche Zuschüsse es gibt und wie Sie sie bekommen

Energieberatung 7 Min. Lesezeit Yannik Semmler 1. Juli 2026

Für die energetische Sanierung und den Heizungstausch stehen attraktive Zuschüsse von KfW und BAFA bereit, in der Spitze bis zu 70 Prozent. Doch die Förderlandschaft ist komplex und ändert sich regelmäßig. Wir bringen Ordnung in das Thema und zeigen, wer was fördert und wie Sie das Maximum herausholen.

Hinweis: Förderprogramme und Konditionen ändern sich laufend. Die folgenden Angaben geben den Stand Mitte 2026 wieder. Welche Förderung in Ihrem konkreten Fall möglich ist, prüfen wir individuell und tagesaktuell.

KfW oder BAFA: wer fördert was

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) wird von zwei Stellen abgewickelt. Die Zuständigkeit hängt von der Maßnahme ab:

  • KfW: zuständig für den Heizungstausch sowie für Kredite zur umfassenden Sanierung zum Effizienzhaus.
  • BAFA: zuständig für einzelne Maßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik sowie für die Energieberatung.

Wer also nur die Heizung tauscht, geht zur KfW. Wer Dach, Fenster oder Fassade einzeln saniert, beantragt bei der BAFA. Beides lässt sich sinnvoll kombinieren.

Die KfW-Heizungsförderung im Detail

Für den Einbau einer klimafreundlichen Heizung, etwa einer Wärmepumpe, gibt es bei der KfW einen Zuschuss, der sich aus mehreren Bausteinen zusammensetzt. Insgesamt sind bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten möglich:

  • Grundförderung 30 Prozent: für alle förderfähigen klimafreundlichen Heizungen.
  • Klimageschwindigkeitsbonus bis 20 Prozent: beim Austausch einer alten, funktionstüchtigen Öl-, Gas-, Kohle- oder Nachtspeicherheizung. Dieser Bonus wird in den kommenden Jahren schrittweise abgeschmolzen.
  • Einkommensbonus bis 30 Prozent: für selbstnutzende Eigentümer mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 Euro pro Jahr.
  • Effizienzbonus 5 Prozent: für bestimmte besonders effiziente Wärmepumpen.

Die Boni werden addiert, der Gesamtzuschuss ist jedoch auf 70 Prozent gedeckelt. Für die erste Wohneinheit werden förderfähige Kosten bis 30.000 Euro berücksichtigt.

BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen

Wer nicht die Heizung tauscht, sondern einzelne Bauteile energetisch verbessert, wird über die BAFA gefördert. Dazu zählen unter anderem:

  • Dämmung von Dach, Fassade oder Geschossdecken,
  • Austausch von Fenstern und Außentüren,
  • Anlagentechnik und Heizungsoptimierung.

Der Zuschuss beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Liegt für die Maßnahme ein individueller Sanierungsfahrplan vor, kommen weitere 5 Prozent iSFP-Bonus hinzu, also insgesamt 20 Prozent. Mit iSFP verdoppelt sich zudem die förderfähige Kostenbasis pro Wohneinheit.

Tipp: Der iSFP-Bonus lohnt sich fast immer. Wie der Sanierungsfahrplan funktioniert und warum er die Förderung deutlich erhöht, lesen Sie in unserem Beitrag zum individuellen Sanierungsfahrplan.

Der wichtigste Grundsatz: erst Antrag, dann Auftrag

Ein Fehler kostet viele Eigentümer die komplette Förderung: Sie beauftragen die Maßnahme, bevor der Antrag gestellt ist. Das gilt es zu vermeiden.

Regel Nummer eins: Der Förderantrag muss in der Regel vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Wer zuerst beauftragt und dann den Antrag stellt, verliert oft den Anspruch. Eine frühzeitige Beratung schützt davor.

So holen Sie das Maximum heraus

Damit Sie die volle Förderung ausschöpfen, kommt es auf die richtige Reihenfolge und Kombination an:

  • Boni gezielt kombinieren, statt einzelne Maßnahmen unkoordiniert zu beantragen.
  • Den iSFP-Bonus nutzen, um Fördersatz und Kostenbasis zu erhöhen.
  • Anträge fristgerecht und vollständig stellen, um Ablehnungen zu vermeiden.
  • Eine fachliche Begleitung der Umsetzung sichert die spätere Auszahlung ab.

Genau dabei unterstützen wir Sie. Mehr dazu auf unserer Seite zur Fördermittelberatung.

Das Wichtigste in Kürze

  • KfW fördert den Heizungstausch, BAFA die Einzelmaßnahmen und die Beratung.
  • Beim Heizungstausch sind über das Bonussystem bis zu 70 Prozent möglich.
  • Den Antrag immer vor Beginn der Maßnahme stellen, sonst droht der Förderverlust.

Häufige Fragen zur Förderung 2026

Über die KfW sind bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten möglich. Die genaue Höhe hängt davon ab, welche Boni Sie nutzen können, etwa beim Austausch einer alten Heizung oder bei niedrigem Haushaltseinkommen. Wir berechnen Ihren individuellen Fördersatz.

Ja, sinnvoll kombiniert ist das oft der beste Weg. Den Heizungstausch fördert die KfW, begleitende Einzelmaßnahmen wie Dämmung oder Fenster die BAFA. Wichtig ist, dass die Anträge sauber abgestimmt und vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.

Dann verlieren Sie in der Regel den Förderanspruch. Der Antrag muss grundsätzlich vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Lassen Sie sich deshalb beraten, bevor Sie einen Auftrag erteilen.

In den meisten Fällen ja. Der individuelle Sanierungsfahrplan bringt 5 Prozentpunkte zusätzliche Förderung auf BAFA-Einzelmaßnahmen und erhöht die förderfähige Kostenbasis. Schon ab der ersten größeren Maßnahme zahlt sich das meist aus.

Ja. Wir prüfen die Fördermöglichkeiten, übernehmen die Antragstellung, kommunizieren mit den Förderstellen und unterstützen bei den erforderlichen Nachweisen. So sichern Sie sich die maximale Förderung ohne Formularstress.

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